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Biogas für Ghana, 11. August 2008

Die PlanET Biogastechnik GmbH liefert erstmals Konstruktionspläne und Komponenten für den voll funktionsfähigen Mini-Fermenter nach Westafrika, um dort ein Energieversorgungs-Projekt im Dorf Busunu in Nordghana zu unterstützen. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der FH Gelsenkirchen, der Stadt Selm im Kreis Unna und der Entwicklungsabteilung von PlanET entsteht in Westafrika ein Bioenergiedorf, das zukünftig eine netzunabhängige Versorgung mit Strom und Wasser haben wird. Darüber hinaus fördert das wissenschaftlich-humanitäre Projekt die Landwirtschaft und die Bildung der Bevölkerung vor Ort. Das Biogas des PlanET Mini-Fermenters soll zunächst als Kochgas für das Dorf dienen, weitere Lieferaufträge für die Biogastechnik aus Vreden sind bereits im Gespräch.

Von der Missionsstation zum Best Practise Modell mit Vorbildcharakter

Was als Missionsstation in Busunu begann, kann sich heute als vorbildliches Energieprojekt mit nachhaltigem und zugleich humanitärem Charakter sehen lassen. Projektleiter Prof. Dr. Alfons Rinschede von der FH Gelsenkirchen wurde auf das kleine Technikmeisterwerk von PlanET aufmerksam, als er auf der Suche nach einem passenden Gärbehälter den Mini-Fermenter auf der e-world 2008 in Originalgröße begutachten konnte. „Nachdem sich Prof. Rinschede von der Funktionstüchtigkeit unseres Mini-Fermenters überzeugt hatte, ging eigentlich alles sehr schnell", erinnert sich Stefan Esseling, Erfinder und verantwortlicher Konstrukteur des PlanET Mini-Fermenters. „Das Projekt in Ghana ist höchst komplex und sehr anspruchsvoll. Ziel der Dorfgemeinschaft ist die vollständige Unabhängigkeit von externen Energielieferanten. Als Gärsubstrat dienen pflanzliche Reststoffe des Jatropha-Busches, eine Pflanze, deren Samen sehr giftig, aber stark ölhaltig sind. Während das gepresste Öl als Treibstoff für ein Blockheizkraftwerk (BHKW) dient, wird der Presskuchen der Samen in unserem Mini-Fermenter zu Biogas vergoren", berichtet Stefan Esseling weiter. Somit gewährleiste die Biogasanlage die Gasversorgung des gesamten Dorfes, während der Gärrest als hochwertiger Dünger den örtlichen Anbauflächen zugeführt werde.

Improvisation und Engagement

Um die Technik bestmöglich in die lokale Dorfstruktur zu integrieren, sind jedoch einige Änderungen in der Konstruktion nötig gewesen. So wird der Mini-Fermenter in Busunu ganz ohne Elektrik betrieben, was ein paar technische Änderungen erforderte. „Die Dorfbewohner haben genug Kapazitäten, die Substrate per Hand einzuführen und das Paddel-Rührwerk manuell zu bedienen", erklärt Stefan Esseling. Auf eine elektronische Steuerung werde deshalb für den Einsatz in Ghana verzichtet. Die unverzichtbaren Bauteile hingegen habe man während des Besuches einer Delegation des Dorfes Anfang August eingehend vorgestellt und technisch erklärt. „So ist es unseren ghanaischen Partnern jetzt möglich, gemeinsam mit einem Ingenieur vor Ort, unsere Mini-Biogasanlage anhand der angefertigten Pläne und Komponenten zu bauen und in Betrieb zu nehmen", freut sich Stefan Esseling. Sobald in Busunu der reibungslose Alltagsbetrieb sichergestellt ist, planen die Kooperationspartner den Import weiterer Mini-Fermenter, um die Biogasproduktion für weitere Nutzungspfade einsetzen zu können.

Kontakt:

Nina Busse M.A.
Öffentlichkeitsarbeit NL Essen
Fon: + 49 (0) 201 / 24 49 83-0
E-Mail: n.busse@planet-biogas.com

Bei Veröffentlichung bitten wir um die Zusendung eines Belegexemplars.

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