Das Besondere: Bei der 250 kWel-Anlage handelt es sich um eine so genannte Cofermentationsanlage. Statt wie in Deutschland häufig üblich, wird das Biogas hier nicht nur aus nachwachsenden Rohstoffen, sondern größtenteils aus Hundefutter gewonnen.
Die kanadische PlanET Biogasanlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einem bekannten Tierfutterhersteller, dessen Produktionsüberschuss und Reststoffe zur Vergärung in der Biogasanlage genutzt werden. Das so entstehende Biogas wird durch Verbrennnung in einem Blockheizkraftwerk vor Ort in Strom umgewandelt und kann in das öffentliche Netz eingespeist werden. Die bei der Verstromung anfallende Wärme wird von der Betreibergesellschaft Bayview Flowers zusätzlich zum Beheizen eines angrenzenden Gartenbaubetriebs und einiger Produktionsstätten genutzt.
„Die Biogasproduktion ist generell mit jeder Art von Biomasse möglich", erklärt PlanET Pressesprecher Tobias Rodig. „Das Prinzip ist allerdings immer das gleiche. Im abgeschlossenen Raum des Gärbehälters entsteht das Biogas beim Abbau von organischen Substanzen durch Bakterien. Durch die Cofermentation mit organischen Reststoffen ergibt sich eine interessante Verknüpfung von Abfall- und Energiewirtschaft, da aus Abfällen Strom und Wärme gewonnen wird und gleichzeitig die Entsorgungskosten sinken."
Wie die Biogasproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen, verhält sich auch die Biogasproduktion aus Reststoffen der Futter- oder Lebensmittelindustrie klimaneutral. Bei der Verbrennung des Biogases, das zu 50 bis 70 Prozent aus Methan besteht, wird nur so viel C02 freigesetzt, wie durch die organischen Substanzen zuvor gebunden wurde.
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