Essen/Vreden, 07. 05. 2008: Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen stellte am Montag in Essen das Konzept „Klimaschutz als Chance" auf einem Energie- und Klimakongress vor. Die rund 350 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Forschungseinrichtungen diskutierten darüber, welchen Beitrag NRW für eine sichere und zugleich klimaschonende Energieversorgung leisten kann. Die Wirtschaftsministerin des Landes NRW, Christa Thoben, erkundigte sich am Info-Stand der PlanET Biogastechnik nach zukunftsorientierten Nutzungsmöglichkeiten von Biogas.
Ministerin Christa Thoben am PlanET Info-Stand NRW als Transitland mit hohem Verkehrsaufkommen und als exportorientierte
Industrieregion verfügt unter allen Bundesländern über das größte Potential zur Reduzierung von CO2-Emisionen. Deshalb sei es das erklärte Ziel der Landesregierung, hier eine Führungsrolle in Deutschland zu übernehmen und konkrete Wege aufzuzeigen, wie Wirtschaft und Gesellschaft den Klimawandel gleichermaßen als Chance wahrnehmen können, erklärte Christa Thoben bei der Vorstellung der Klimaschutzstrategie. Da das Regierungskonzept einen Mix verschiedener Maßnahmen vorsieht, erkundigte sich die Ministerin am PlanET Info-Stand über die Möglichkeiten der energetischen und volkswirtschaftlichen Effizienzsteigerung der Biomassenutzung. Das Regierungspapier sieht in der heimischen Biomasse zudem das Potential für Unternehmen aus NRW, die Technologien und Verfahren zur Vergasung auf den Auslandsmärkten erfolgreich anzubieten. „Wir betrachten den Klimaschutz als industriepolitische Chance für technologische Innovationen, mit denen wir den Exportchancen unserer Wirtschaft in Zeiten des weltweiten Kampfes gegen den Klimawandel zusätzlichen Schub geben können", sagte Christa Thoben bereits im Vorfeld des Kongresses in Düsseldorf.
Mit Energie in die Zukunft Durch einen intelligenten Energiemix wolle man bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um 81 Mio. Tonnen gegenüber 2005 senken, so Thoben weiter. In anschaulichen Zahlen bedeute dies, dass man doppelt soviel Strom und viermal soviel Wärme aus Biogas, Sonne und Wind erzeugen wolle als im Vergleichsjahr 2005. Klimaschutz sei damit auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Zukunft, da sich bis 2020 die Zahl der im Bereich Erneuerbarer Energien Beschäftigten auf rund 40.000 mehr als verdoppeln könne. Stephan Hoffmann, Projektmanager der PlanET Biogastechnik, unterstrich in diesem Zusammenhang erneut die Bedeutung zunehmender Internationalisierung: „Gerade der Export entwickelt sich immer mehr als Beschäftigungsmotor für die PlanET und somit den Standort NRW. Das wachsende Interesse des Auslandes an unserer Technologie ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch für den Wirtschaftsstandort NRW."
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